Was braucht es um uns aus dem Alltag zu reißen und auf die Besonderheiten des Planeten hinzuweisen? Der Film Genesis hat es gezeigt: Die Filmemacher haben auf großartige Aufnahmen der Natur gesetzt und das Ganze von einem Schamanen dokumentieren lassen – Die Romantik der Natur verbunden mit dem Urbild des Menschen. Damit entsteht eine Kombination, die offensichtlich jeden im Mark trifft. Es ist so als würde man als Kurzsichtiger zum ersten Mal eine Brille aufsetzen, und zum ersten Mal deutlich erkennen was man vor sich hat. Eben solch ein Phänomen haben die Filmemacher 2003 bei den Zuschauern provoziert. Da gerade die Wenigsten zu den Weltreisenden gehören, und so kaum etwas über die Besonderheiten des Planeten wissen, ist die Lösung von Claude Nuridsany und Marie Perénnou ideal: Man bringt einfach die Besonderheiten der Erde direkt zu den Menschen. Und das Konzept ist nicht nur gelungen, sondern eindrucksvoll und wirksam umgesetzt worden.
Genesis zeigt vor allem die Ursprünge des Lebens – vom Urknall bis hin zur ersten Entwicklung biologischer Organismen. Die Zuschauer werden bei diesem Film auf jenen Ursprung aufmerksam gemacht, den nur die wenigsten verstehen. Aufgrund unterschiedlicher Annäherungsmöglichkeiten, sind nur die wenigsten bereit, sich autonom eine dieser Sichtweise auszusuchen. Man kann den Ursprung des Planeten Erde aus theologischer, chemischer, wissenschaftlicher oder physikalischer Sicht betrachten. Jede einzelne Kategorie fordert dabei ein Höchstmaß an grundlegendem Wissen, das es dem einfachen Zuschauer schwer macht ein Verständnis für diese Anfänge zu entwickeln. Im Film Genesis wird jede einzelne dieser Kategorien zwar aufgegriffen, jedoch so, dass sie in einem schlüssigen Zusammenhang stehen. Um den Film nachvollziehen zu können, bedarf es keine grundlegende Ausbildung und eine erweitertes Verständnis – man lässt sich vom Schamanen auf simple aber anspruchsvolle Art und Weise den Beginn der Erde erklären, und wird dabei von der visuellen Umsetzung motiviert dauerhaft konzentriert zu bleiben.
Belehrend aber dennoch unterhaltsam begeistert der Film jeden, der sich schon mindestens ein Mal in seinem Leben Gedanken über die Entstehung der Erde gemacht hat. Da es sich dabei um eine Frage handelt, die eigentlich jedes Individuum beschäftigt, kann man auch das Interesse der unterschiedlichen Zielgruppen erklären. Diese Frage nach dem „Woher“ wird unabhängig von Bildung oder Kultur gestellt. Das natürliche Interesse dahinter ist maßgeblich an dieser Frage beteiligt. Demzufolge haben die Produzenten des Filmes vor allem auf das einfache Verständnis geachtet, mit welchem es jedem Interessierten möglich ist, seine Neugierde zu befriedigen.